Nachrichten, Umfragen, Live-Anmerkungen und Dateiablage: vier neue Funktionen in cori

Nachrichten, Umfragen, Live-Anmerkungen und Dateiablage: vier neue Funktionen in cori

9. Juni 2026

Jonas Deuchler

Jonas Deuchler

Gründer, cori
Chor App
Chor Kommunikation
Chor Umfrage
Noten Anmerkungen App
digitale Chormappe
Chor Dateiablage
Chororganisation App
Bluetooth Pedal Chor
Noten umblättern Fußpedal

Die meisten Chöre, mit denen wir sprechen, organisieren sich quer über ein halbes Dutzend Werkzeuge: die Termine in einer WhatsApp-Gruppe, die Abfrage für die Weihnachtsfeier in einem Doodle, die Noten als PDF im Mail-Anhang, die Stricheinträge der Chorleitung auf Papier und die Aufnahme der letzten Probe als Link, den am Sonntag niemand mehr findet. Jedes dieser Werkzeuge funktioniert für sich. Zusammen entsteht eine Lücke, in die regelmäßig Informationen fallen.

Mit diesem Release schließen wir vier dieser Lücken auf einmal: Nachrichten, Umfragen, Live-Anmerkungen in den Noten und eine gemeinsame Dateiablage. Wir liefern sie bewusst zusammen aus, weil sie zusammengehören – eine Nachricht braucht einen Anhang, eine Entscheidung braucht eine Abstimmung, eine Anmerkung braucht die Noten, zu denen sie gehört.

Nachrichten: der ganze Chor an einem Ort

In cori könnt ihr euch jetzt direkt schreiben – als Einzelnachricht, in selbst erstellten Gruppen oder im chorweiten Kanal. Für jede Stimmgruppe entsteht automatisch ein eigener Chat, und wer dem Chor beitritt oder die Stimme wechselt, ist automatisch im richtigen. Eine Nachricht „nur an die Soprane" landet damit auch wirklich nur bei den Sopranen und nicht im großen Verteiler, in dem die Hälfte des Chors mitliest und niemand sich angesprochen fühlt.

Dabei ist alles, was man von einem ordentlichen Messenger erwartet: Reaktionen mit jedem beliebigen Emoji, Antworten auf einzelne Nachrichten, Weiterleiten in andere Chats und Anhänge – Fotos direkt von der Kamera, Audio, Video, PDFs und Office-Dateien bis 25 MB. Vertippt? Nachrichten lassen sich 24 Stunden lang bearbeiten und jederzeit löschen. Häkchen zeigen, ob eine Nachricht angekommen und gelesen ist, Ungelesen-Zähler zeigen, wo noch etwas wartet, und wer seine Ruhe will, stellt einzelne Chats stumm. Das Ganze gibt es in der App und im Web.

Für jeden Chat lässt sich außerdem festlegen, wer schreiben darf. So wird aus dem Chor-Kanal auf Wunsch ein reiner Ankündigungskanal, in dem nur die Leitung postet – und die Information geht nicht zwischen vierzig „Danke!"-Antworten unter. Reagieren mit einem Emoji geht trotzdem.

Der eigentliche Punkt ist aber nicht die Funktionsliste, sondern der Ort: Die Kommunikation liegt da, wo auch die Noten, die Termine und die Aufnahmen liegen. Wer eine Probe absagt, muss nicht zwischen drei Apps wechseln.

Umfragen: Entscheidungen in Sekunden

Chöre treffen ständig kleine Entscheidungen, die eigentlich keine Sitzung wert sind: Welcher Ersatztermin passt? Schwarz oder dunkelblau zum Konzert? Welche Zugabe? Bisher hieß das: Doodle-Link erstellen, in die WhatsApp-Gruppe kippen, hoffen, dass genug Leute klicken, am Ende von Hand auszählen.

Jetzt startet ihr eine Umfrage direkt im Chat, wahlweise mit Einfach- oder Mehrfachauswahl und einer Frist – standardmäßig eine Woche, danach schließt die Umfrage von selbst. Die Ergebnisse aktualisieren sich live, die führende Option wird hervorgehoben, und an jeder Option seht ihr, wer dafür gestimmt hat. Solange eine Umfrage offen ist, lässt sich die eigene Stimme jederzeit ändern oder zurückziehen – und wer die Umfrage erstellt hat, kann Frage und Optionen noch nachschärfen oder sie vorzeitig schließen, wenn die Sache klar ist.

In Gruppen und Direktnachrichten kann übrigens jede:r Umfragen starten, nicht nur die Leitung. Und abstimmen geht auch direkt vom Startbildschirm aus: Eine offene Umfrage ist damit kein Link, den man später anklicken will und vergisst, sondern etwas, das beim Öffnen der App sichtbar ist.

Live-Anmerkungen: eure Noten, für alle aktuell

Das ist die Funktion, an der wir am längsten gebaut haben. In cori könnt ihr während der Probe direkt in die Noten zeichnen – mit Stift und Textmarker in mehreren Farben und Strichstärken, mit Radierer und Rückgängig-Funktion. Neu ist: Eure Sänger:innen sehen diese Anmerkungen im selben Moment auf ihrem eigenen Gerät. Kein Abfotografieren der Dirigierpartitur, kein „schreibt euch in Takt 24 ein Crescendo", das die Hälfte überhört.

Damit das in der Praxis funktioniert und nicht in einem Gekritzel endet, lassen sich Anmerkungen gezielt steuern. Es gibt drei Ebenen:

  • Privat – nur für euch, etwa eigene Dirigiernotizen.
  • Stimme – nur für eine Stimmgruppe, zum Beispiel eine Atemstelle, die nur die Tenöre betrifft.
  • Ganzer Chor – für alle sichtbar.

So sieht jede Stimme genau das, was für sie relevant ist. Die Chorleitung kann zusätzlich die Anmerkungen einzelner Stimmgruppen ein- und ausblenden – praktisch, wenn man gerade nur mit den Männerstimmen probt. Standardmäßig teilt nur die Chorleitung Anmerkungen über den privaten Bereich hinaus; in den Chor-Einstellungen lässt sich freischalten, dass auch Mitglieder Anmerkungen für ihre eigene Stimmgruppe beitragen dürfen.

Ein Detail, das wir selbst nicht mehr missen wollen: Sprungmarken. Setzt eine Marke an die Wiederholung oder das Dal Segno, und ein Tipp bringt euch direkt zur richtigen Stelle – kein hektisches Blättern mitten im Stück.

Dateiablage: Schluss mit verstreuten Anhängen

Die vierte Funktion ist die unspektakulärste und vielleicht die, die im Alltag am meisten Reibung wegnimmt: eine gemeinsame Dateiablage für den Chor. Noten, Übungsaufnahmen, das Programmheft, Konzertfotos – mit Ordnern, Papierkorb und Vorschau direkt in der App: PDFs lassen sich durchblättern, Aufnahmen direkt abspielen, ohne Download und ohne Drittanbieter-App. Im Web lädt man Dateien einfach per Drag-and-drop hoch.

Pro Datei oder Ordner legt ihr fest, ob der Inhalt für alle Mitglieder oder nur für die Leitung sichtbar ist – ein Ordner „Vorstand" bleibt damit samt allem, was darin liegt, automatisch unter der Leitung. Über Freigabe-Links teilt ihr einzelne Dateien auch nach außen, etwa eine Aufnahme für einen Gastsänger. Die Links laufen nach einem, sieben oder dreißig Tagen automatisch ab und lassen sich jederzeit vorher zurückziehen – nichts kursiert ewig durchs Netz.

Und weil die Ablage zum Rest von cori gehört, lassen sich Dateien direkt in eine Nachricht verlinken, ohne sie doppelt hochzuladen. Verliert jemand den Zugriff auf eine Datei, sieht er auch den alten Chat-Anhang nicht mehr.

Jeder Chor bekommt ein gemeinsames Speicherkontingent, das mit der Zahl seiner Mitglieder wächst – ein halbes Gigabyte pro Person. Ein Chor mit vierzig Aktiven hat also rund 20 GB, ganz ohne Zusatzkosten.

Kleinere Verbesserungen, die den Probenalltag leichter machen

Neben den vier großen Funktionen stecken in diesem Release einige kleinere Dinge, die im Alltag spürbar Reibung wegnehmen:

  • Freihändig umblättern mit dem Bluetooth-Pedal. Wer am Instrument begleitet oder die Hände am Dirigieren hat, blättert die Noten jetzt per Fußpedal weiter. cori funktioniert mit allen gängigen Modellen, die sich als Bluetooth-Tastatur verbinden – von AirTurn bis PageFlip.
  • Audio-Ausgabe frei wählbar. In den Audio-Einstellungen legt ihr fest, über welches Gerät Wiedergabe und Aufnahme laufen – etwa Bluetooth-Kopfhörer zum Üben oder ein externes Mikrofon für sauberere Aufnahmen. Die Verzögerung von Bluetooth-Kopfhörern beim Aufnehmen lässt sich gleich mit ausgleichen.
  • Oktav-Unabhängigkeit beim Mitsingen. Tiefe und hohe Stimmen können eine Stimme jetzt in ihrer eigenen Oktave üben, ohne dass das Feedback meckert.

Eine Anmerkung zu Daten

Diese Funktionen bedeuten, dass mehr Kommunikation und mehr Material an einem Ort liegen. Deshalb der übliche, aber wichtige Hinweis: Alle Daten werden DSGVO-konform auf Servern in der EU verarbeitet. In cori sind keine Werbenetzwerke, und es werden keine Verhaltensdaten verkauft. Nachrichten und Dateien gehören dem Chor, nicht uns.

So fangt ihr an

Die Funktionen sind mit dem aktuellen Release für alle Chöre verfügbar. Wenn ihr cori schon nutzt, aktualisiert die App – die neuen Bereiche tauchen automatisch auf. Wenn ihr neu seid:

Google PlayApp Store

Wie sich die vier Funktionen in den Rest von cori einfügen, seht ihr in der Funktionsübersicht. Fragen, Wünsche oder Rückmeldungen aus eurer Probe gehen an info@getcori.app – wir lesen mit und antworten in der Regel innerhalb eines Werktages.


Mehr entdecken: Alle Funktionen von cori

Mach deinen Chor fit für die Zukunft

Damit ihr euch wieder auf das Wichtigste konzentrieren könnt: die Musik.
30 Tage kostenlos testen
DSGVO-konform
Mit ♥️ zum Chor
Diesen Artikel teilen
Weitere Artikel
Die besten Tablet-Halter für Chorprobe und Konzert: Ein praxiserprobter Vergleich
27. Mai 2026 • Janina Moeller
Die besten Tablet-Halter für Chorprobe und Konzert: Ein praxiserprobter Vergleich

Klemmhalter, Mikrofonstativ-Mounts, Magnetsysteme — welcher Tablet-Halter funktioniert wirklich im Probensaal und auf der Konzertbühne? Ein praxisnaher Vergleich der wichtigsten Lösungen, mit klarer Empfehlung.

Tablet Halter Chor
iPad Halter Musiker
Notenständer Tablet
Vom Probenraum in die Arena: Wie 100.000 Kinder mit cori für 6K UNITED! üben
18. Mai 2026 • Jonas Deuchler
Vom Probenraum in die Arena: Wie 100.000 Kinder mit cori für 6K UNITED! üben

Ausverkaufte Arenen, eine 18-köpfige Band, 6.000 Kinder gleichzeitig auf der Bühne: das ist 6K UNITED! Seit Mai 2026 hat jeder teilnehmende Chor kostenlos Zugang zu einem Übungsbereich in cori. Was drin ist, was wir bewusst weggelassen haben.

6K UNITED
Kinderchor App
Chor App Schule