Stimmumfang und Rhythmus kalibrieren
Die zwei Messungen, auf denen das Training aufbaut: dein Stimmumfang und dein persönlicher Tipp-Versatz: wozu sie dienen und wann cori eine neue vorschlägt.
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Das Training passt sich an dich an, aber dafür muss cori zwei Dinge über dich und dein Gerät wissen: wie hoch und wie tief du singen kannst und wie stark dein Gerät den Ton verzögert. Beides misst cori einmal und rechnet es danach in jede Übung ein.
Der Stimmumfang entscheidet, in welcher Tonlage Gesangsübungen erklingen. Die Tipp-Kalibrierung entscheidet, ob deine Rhythmus-Taps als „auf dem Schlag“ gezählt werden. Sie hängen nicht zusammen: Wer nur Rhythmus übt, braucht den Stimmumfang nicht, und umgekehrt. Beide sind rein persönlich und werden nur auf deinem Gerät gespeichert.
Stimmumfang finden
Ohne diese Messung müsste cori raten, in welcher Lage du singst, und würde dich reihenweise Töne singen lassen, die du gar nicht erreichst. Der Test dauert etwa eine Minute: „Sing hoch und tief. Halte einen Ton kurz, um ihn zu sichern.“
Im Zweig Stimme steht die Messung ganz oben über dem Pfad, zusammen mit deinem aktuellen Umfang. Ist noch keiner gemessen, steht dort ein Strich.
Ohne Mikrofonzugriff geht es nicht: „Kein Mikrofonzugriff. Erlaube das Mikrofon, um deinen Umfang zu finden.“
Sing auf „Ah“ so tief und so hoch, wie es sich noch angenehm anfühlt. Jeder Ton, den du kurz hältst, wird gesichert („Halten…“). cori merkt sich nur die gehaltenen Extreme, ein kurzes Rutschen zählt nicht.
Dein Umfang steht danach als Notenpaar über dem Pfad, etwa „C3 – A4“. Von da an werden alle Gesangsübungen automatisch in diesen Bereich transponiert.
Den Test kannst du jederzeit wiederholen. cori fragt vorher nach: „Test wiederholen? Deine bisherigen Ergebnisse werden verworfen.“
Die Tonhöhenerkennung läuft vollständig auf deinem Gerät, im Browser wie in der App. cori überträgt keine Aufnahme und legt keine an; ausgewertet wird nur, welcher Ton gerade erklingt. Vom Test bleiben am Ende zwei Werte übrig: dein tiefster und dein höchster Ton.
Tipp-Kalibrierung („Tippen fair machen“)
Zwischen dem Moment, in dem cori einen Klick abspielt, und dem Moment, in dem du ihn hörst, vergeht Zeit, je nach Gerät und Kopfhörern zwischen ein paar Millisekunden und einer knappen halben Sekunde. Du tippst zu dem, was du hörst, und liegst damit systematisch zu spät. Die Kalibrierung misst genau diesen Versatz, damit „richtig anfühlende Taps auch richtig zählen“.
Sie dauert etwa sieben Sekunden: Du tippst zu einem gleichmäßigen Klick mit, cori nimmt deine Taps auf („{Anzahl} Taps aufgezeichnet“) und rechnet daraus deinen Versatz aus („Dein Tipp-Versatz: {Wert} ms“). Waren es zu wenige Taps, sagt cori das und du versuchst es noch einmal.
Du findest sie im Zweig Rhythmus ganz oben über dem Pfad. Solange du nicht kalibriert hast, schätzt cori den Versatz selbst. Der Wert heißt dann „Automatisch“. Für die Messung brauchst du kein Mikrofon; du tippst nur auf den Bildschirm.
Kabellose Kopfhörer verzögern den Ton oft um ein Vielfaches dessen, was eingebaute Lautsprecher tun. Wenn Rhythmusübungen mit Bluetooth-Kopfhörern plötzlich viel schlechter laufen: einmal in dieser Kombination kalibrieren, oder für Rhythmusübungen auf Kabel oder Lautsprecher wechseln.
In der App findest du die Tipp-Kalibrierung zusätzlich unter Einstellungen›Übungsmodus, zusammen mit zwei verwandten Reglern: der Audio-Synchronisation (misst über Mikrofon, wie stark dein Gerät die Wiedergabe verzögert) und dem Kopfhörer Timing-Versatz für Bluetooth. Dort kannst du deine Kalibrierung auch auf „Automatisch“ zurücksetzen.
Wann cori eine neue Messung vorschlägt
cori nörgelt nicht. Es meldet sich nur, wenn die Daten selbst dagegen sprechen, und dann höchstens alle drei Tage je Messung:
- Neue Tipp-Kalibrierung, wenn deine Taps in einer Rhythmusrunde systematisch in eine Richtung abwichen, also durchgehend zu früh oder durchgehend zu spät, nicht bloß ungenau. Genau das ist das Muster eines falschen Versatzes; zufälliges Danebenliegen ist eine Übungsfrage und löst keinen Vorschlag aus. In einem Test oder einer Challenge schlägt cori nie etwas vor.
- Neuer Stimmumfangstest, wenn du in einer Gesangsübung ausgerechnet ganz oben oder ganz unten nicht mitkamst, ein Hinweis, dass der gespeicherte Umfang zu weit gefasst ist.
Unabhängig davon lohnt sich eine Wiederholung, wenn sich etwas Grundsätzliches geändert hat: neue Kopfhörer, neues Gerät oder, bei jüngeren Sängerinnen und Sängern, schlicht ein paar Monate Wachstum.
Und weiter?
- Der ausführliche Stimmumfangstest: Deinen Stimmumfang finden
- Alle Übungseinstellungen: Übungen einstellen
- Wo die Kalibrierungen wirken: Gehör, Rhythmus, Stimme
- Wie eine Runde bewertet wird: Wie eine Übungsrunde abläuft
- Mikrofon macht Probleme? Das Mikrofon funktioniert nicht
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