
Ticketverkauf für Chöre: Konzertkarten online verkaufen ohne Grundgebühr
7. Juli 2026
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Jonas Deuchler
Gründer, coriEuer Chor bereitet ein Konzert monatelang vor. Ihr lernt die Stimmen, feilt am Klang, plant das Programm. Und dann, zwei Wochen vor dem Auftritt, fragt jemand in die Probe: „Wer kümmert sich eigentlich um die Karten?"
Was dann folgt, kennen die meisten Vereine: eine Namensliste in einer Tabelle, die niemand pflegt. Ein Umschlag mit Bargeld, den der Kassenwart über Nacht mit nach Hause nimmt. Und am Konzertabend die bange Frage, ob die 40 Menschen, die „ganz sicher" kommen wollten, tatsächlich auftauchen.
Das lässt sich lösen, und zwar besser, als die meisten Chöre denken. Der Kartenverkauf ist ohnehin nur ein Baustein einer guten Konzertvorbereitung — aber er ist der, an dem sich Vereine am häufigsten verheben. Denn die Wahl der Plattform ist heikler, als sie aussieht: Zwei Anbieter mit fast identischer Gebühr können sich darin unterscheiden, ob euer Geld am Konzerttag auf eurem Vereinskonto liegt oder noch sechs Wochen beim Anbieter. Und kein einziger großer Ticketanbieter beantwortet die Fragen, die eure Kassenwartin wirklich stellt: Wie kommt die GEMA-Meldung zustande? Welcher Steuersatz gehört auf die Rechnung? Müssen wir Karten zurücknehmen, wenn jemand krank wird?
Dieser Leitfaden beantwortet genau diese Fragen — für Chöre, Orchester, Musikvereine und jeden anderen Verein, der einen Saal füllt.
Warum Papierkarten euren Verein Geld kosten
Der Bargeldverkauf an der Abendkasse fühlt sich kostenlos an. Ist er aber nicht.
- Ihr kennt eure Zahlen nicht. Wie viele Stühle stellt ihr auf? Wie viele Programmhefte druckt ihr? Wie viel Sekt kauft ihr für den Empfang? Ohne Vorverkauf ratet ihr, und Raten kostet.
- Reservierungen ohne Bezahlung sind keine Zusagen. Wer nichts bezahlt hat, kommt bei Regen deutlich seltener. Vorauszahlung senkt die Zahl der leeren Plätze spürbar.
- Bargeld verursacht Arbeit nach dem Konzert. Zählen, abgleichen, einzahlen, verbuchen. Das ist unbezahlte Zeit von Ehrenamtlichen.
- Euer Publikum endet am Adressbuch. Ein Link lässt sich in der WhatsApp-Gruppe der Sopranistinnen weiterleiten. Ein Papierflyer nicht.
Ab etwa 100 Karten pro Konzert wird der manuelle Verkauf zur echten Belastung. Das ist die Größenordnung, ab der sich ein Ticketshop praktisch immer rechnet.
Was ein Ticketshop wirklich kostet
Hier wird es unübersichtlich, weil fast jeder Anbieter anders rechnet. Manche nennen nur ihre eigene Gebühr und verschweigen, dass die Zahlungsgebühr von Stripe oder PayPal noch dazukommt. Andere nennen einen Bruttopreis, in dem alles enthalten ist. Der Vergleich, der euch interessiert, ist aber immer derselbe: Was bleibt am Ende von einer verkauften Karte übrig?
Die folgende Tabelle rechnet deshalb alles auf einen geschätzten Gesamtpreis um — Plattformgebühr plus Zahlungsgebühr, bei einem Ticket zu 15 € und einer Zahlungsart für alle gleich angesetzt.
| Anbieter | Plattformgebühr | Zahlungsgebühr | Geschätzter Gesamtpreis* | Wann kommt das Geld? |
|---|---|---|---|---|
| Eventfrog (Plus) | 2,4 % + 0,49 € | inklusive | 0,85 € | Erst nach Ende des Events |
| ditix (Prepaid) | max. 0,29 € | separat: 0,72 € | ≈ 1,01 € | Direkt auf euer Zahlungskonto |
| pretix | 2,5 % → 0,38 € | separat: 0,72 € | ≈ 1,10 € | Über euren eigenen Zahlungsanbieter |
| Eventfrog (Free) | 1,9 % + 0,19 € → 0,48 € | separat: 0,72 € | ≈ 1,20 € | Erst nach Ende des Events |
| cori Tickets | 5 % + 0,50 € | inklusive | 1,25 € | Tägliche Auszahlung, schon vor dem Konzert |
| EVENTIM.Light | 3,5 % + 0,99 € | inklusive | 1,52 € | Nach dem Konzert, wenn ihr es abschließt |
| Eventbrite | 3,7 % + 1,79 € → 2,35 € | + 2,9 % → 0,44 € | ≈ 2,79 € | Nach dem Event |
Ein paar Dinge, die aus dieser Tabelle nicht sofort hervorgehen:
Das Feld liegt eng beieinander — bis auf die Ausreißer. Fünf der sieben Anbieter liegen bei einem 15-€-Ticket zwischen 85 Cent und 1,25 €. Bei 200 verkauften Karten sind das 80 € Unterschied über ein ganzes Konzert. Wirklich teuer wird es erst am unteren Ende der Tabelle: Eventbrite kostet euch bei denselben 200 Karten rund 390 € mehr als der günstigste Anbieter. Die Gebühr entscheidet also selten — die Punkte in den nächsten Abschnitten schon.
Die Fixgebühr entscheidet, nicht der Prozentsatz. Bei einem 15-€-Ticket ist Eventbrites 1,79 € pro Ticket teurer als der komplette Prozentanteil. Je günstiger eure Karten, desto stärker schlägt jede Fixgebühr durch. Für ein 8-€-Kinderticket ist das der Unterschied zwischen „vertretbar" und „absurd" — und der Grund, warum wir bei cori bei 0,50 € geblieben sind.
Ein All-in-Preis ist planbar, ein geteilter nicht. Wo die Zahlungsgebühr separat anfällt, ist die Zahl in der Tabelle nur ein Mittelwert. Zwischen einer normalen EU-Karte und einer Kreditkarte aus dem Ausland liegen bei einem 15-€-Ticket rund 26 Cent — mehr, als mehrere Zeilen dieser Tabelle voneinander trennt. Welche Karte euer Gast zückt, entscheidet ihr nicht, und merken werdet ihr es erst in der Abrechnung. Bei cori Tickets sind die 5 % + 0,50 € der ganze Preis — die Zahlungsgebühr ist darin schon enthalten. Bei einem 20-€-Ticket bekommt ihr exakt 18,50 € — egal ob der Gast mit deutscher Karte, mit einer amerikanischen Kreditkarte, per SEPA-Lastschrift oder per Klarna bezahlt. Ihr könnt euren Konzertetat also vorher ausrechnen, statt ihn nachher zu prüfen.
Achtet darauf, was im Tarif enthalten ist. Der günstigste Tarif eines Anbieters ist selten der, den ihr am Ende braucht. Bei Eventfrog gilt das Free-Modell nur für Tickets bis 50 €; Gutscheincodes gibt es erst ab dem Plus-Tarif, ein eigenes Ticketdesign und Auszahlungen vor dem Event erst ab Pro. Vergleicht deshalb nicht die Einstiegspreise, sondern die Tarife, die eure Funktionen tatsächlich abdecken.
Ihr könnt die Gebühr weitergeben. Bei cori entscheidet ihr pro Ticketkategorie, ob der Verein die Gebühr trägt oder sie auf den Ticketpreis aufgeschlagen wird. Aus einem 20-€-Ticket wird dann ein 21,50-€-Ticket, und beim Chor bleiben volle 20 €. Eventbrite macht das sogar standardmäßig so.
Freikarten kosten nichts. Ein Ticket zum Preis 0 € löst keine Gebühr aus. Für Presse, Sponsoren und die Angehörigen der Solisten zahlt ihr also nichts.
Die wichtigste Frage: Wo liegt euer Geld bis zum Konzert?
Das ist die Frage, die kein Anbieter freiwillig beantwortet, und sie ist für einen Verein wichtiger als 30 Cent Gebührenunterschied.
Verkauft ihr im Oktober Karten für euer Weihnachtskonzert, sammeln sich bis Dezember schnell ein paar tausend Euro an. Bei Eventfrog (Free und Plus), EVENTIM.Light und Eventbrite liegt dieses Geld bis nach dem Konzert beim Anbieter. Bei Chorilo, dem einzigen anderen Chorverwaltungs-Anbieter mit eigenem Ticketshop, bekommt ihr am Monatsende eine Abrechnung.
Für einen Verein ist das aus drei Gründen unschön:
- Ihr könnt das Geld nicht einsetzen. Die Anzahlung für den Saal, das Honorar für die Instrumentalisten, der Notendruck — all das fällt vor dem Konzert an. Genau dann, wenn eure Ticketeinnahmen woanders liegen.
- Es ist ein Ausfallrisiko. Sollte der Anbieter zahlungsunfähig werden, während er euer Geld hält, seid ihr ein Gläubiger unter vielen.
- Die Buchhaltung wird ungenau. Eine Sammelüberweisung sechs Wochen nach dem Konzert, die 180 Einzelverkäufe zusammenfasst, ist für die Kassenprüfung deutlich mühsamer als 180 sauber zugeordnete Zahlungseingänge.
Der Gegenentwurf: tägliche Auszahlung auf euer Vereinskonto, vom ersten verkauften Ticket an. So arbeiten cori Tickets und ditix. Verkauft ihr im Oktober, ist das Geld im Oktober bei euch — nicht im Januar. Jede Einnahme gehört von Anfang an dem Verein, jede Rückerstattung geht von eurem Guthaben raus, und der Anbieter hält euer Geld zu keinem Zeitpunkt. Im Veranstalterbereich seht ihr jederzeit, was schon auf dem Konto ist und was in den nächsten Tagen kommt.
Wenn ihr nur eine Frage an einen Ticketanbieter stellt, dann diese: Wann genau ist das Geld auf unserem Konto?
Sitzplatzverkauf in Kirche und Gemeindesaal
Jeder Anbieter wirbt mit einem Sitzplan-Editor. Alle Screenshots zeigen ein Theater oder ein Stadion: saubere Reihen, gleichmäßige Blöcke, eine klare Bühne.
Eure Realität sieht anders aus. Eine Dorfkirche hat Säulen, hinter denen man nichts sieht. Der Gemeindesaal hat 14 Reihen, aber Reihe 7 ist kürzer, weil da der Notausgang ist. Der Seitenflügel hat einen fürchterlichen Winkel zur Bühne und darf nur die Hälfte kosten. Und irgendwo müssen 12 Plätze für die Angehörigen der Solisten freibleiben.
Worauf ihr beim Sitzplan achten solltet:
- Freie Platzierung statt starrer Raster. Ihr müsst einzelne Plätze verschieben, entfernen und Reihen unterschiedlich lang machen können. In cori zeichnet ihr einen einzelnen Sitz, eine gezogene Reihe oder einen ganzen Block aus Reihen × Plätzen — und füllt unregelmäßige Flächen per Klick automatisch mit Sitzen.
- Bereiche mit beliebiger Form. Empore, Seitenschiff, Querhaus: Ein Rechteck reicht selten. Rechteck, Kreis und frei gezeichnetes Polygon decken auch eine Kirche ab.
- Preiskategorien mit eigenen Farben. Damit Käufer:innen sofort sehen, dass der Seitenflügel günstiger ist. Die Farbe eines Sitzes ist seine Kategorie — das macht Fehler im Plan auf einen Blick sichtbar.
- Plätze sperren und markieren können. Für Technik, Ehrengäste oder die Reihe hinter der Säule. Rollstuhlplätze, Begleitsitze und Plätze mit eingeschränkter Sicht solltet ihr außerdem als solche kennzeichnen können — das ist unabhängig vom Preis.
- Orientierungspunkte, die niemand kauft. Bühne, Eingang, Ausgang, Bar, WC und freie Textbeschriftungen gehören auf den Plan, dürfen aber nie im Verkauf landen.
- Ebenen für mehrstöckige Säle. Parkett, Rang 1, Rang 2 als getrennte, ein- und ausblendbare Ebenen — sonst wird der Plan unbedienbar.
- Stehplatzzonen neben nummerierten Plätzen. Ein Bereich, der nur eine Kapazität hat und keine Einzelsitze, lässt sich mit bestuhlten Bereichen im selben Plan mischen.
- 2D oder 3D für die Käuferansicht. Bei einem flachen Gemeindesaal ist 2D klarer. Bei einem Saal mit Rängen hilft eine 3D-Ansicht, weil sofort erkennbar ist, was „Rang 2, Reihe 9" für die Sicht bedeutet. Ihr legt fest, was eure Gäste sehen.
- Freie Platzwahl als Option. Nicht jedes Konzert braucht nummerierte Plätze. Ein Adventssingen in der vollen Kirche funktioniert ohne, und der Verkauf wird schneller.
Wenn ihr das erste Mal einen Saalplan zeichnet, plant dafür eine ruhige Stunde ein und geht einmal mit dem Handy durch den echten Raum. Zählt die Reihen, notiert, wo die Säulen stehen, und fotografiert den Blick von den schlechten Plätzen — das ist die Vorarbeit, die den Plan gut macht.
Preiskategorie ist nicht gleich Preis
Ein Detail, an dem erstaunlich viele Ticketsysteme scheitern, und das euch im Alltag jede Woche begegnet.
Die meisten Systeme kennen nur eine Ebene: eine „Ticketart" hat einen Namen und einen Preis. Wollt ihr im Parkett sowohl einen regulären als auch einen ermäßigten Preis anbieten, müsst ihr zwei Ticketarten anlegen — und damit die Plätze aufteilen. Reihe 3, Platz 5 gehört dann entweder zu „Parkett regulär" oder zu „Parkett ermäßigt". Ein Schüler, der neben seinen Eltern sitzen will, hat Pech.
Richtig ist die Trennung von zwei Fragen:
- Wo sitze ich? Das ist die Kategorie: Parkett, Empore, Stehplatz. Sie hat die Farbe, die Sitze und das Kontingent.
- Was zahle ich? Das ist der Tarif: Regulär 25 €, Ermäßigt 15 €, Kind 8 €.
Jeder Platz jeder Kategorie ist zu jedem Tarif dieser Kategorie buchbar. So funktioniert cori Tickets. Praktisch heißt das:
- Eine Familie sitzt zusammen, obwohl sie drei verschiedene Tarife bucht.
- Ihr könnt einen Tarif begrenzen, ohne die Sitze zu begrenzen: „höchstens 20 ermäßigte Karten" gilt quer über das ganze Parkett.
- Ein Tarif kann als nachweispflichtig markiert werden. Am Einlass zeigt der Scanner dann an, dass Schüler- oder Behindertenausweis zu prüfen ist — das ist die einzige Stelle, an der sich das überhaupt kontrollieren lässt.
- Pro Kategorie könnt ihr eine Höchstmenge je Bestellung setzen, damit nicht eine Person die ganze erste Reihe blockt.
Der Preis wird dabei schon festgelegt, wenn der Platz reserviert wird — nicht erst beim Bezahlen. Das klingt nach einem Detail, verhindert aber den klassischen Fehler, dass zwei Leute gleichzeitig die letzte ermäßigte Karte kaufen.
Gastkauf: Ticketverkauf für ein Publikum über 60
Über diesen Punkt schreibt niemand, und er kostet Chöre mehr Karten als jede Gebühr.
Ein erheblicher Teil eures Publikums sind die Eltern, Großeltern, Nachbarn und langjährigen Fördermitglieder eurer Sänger:innen. Viele von ihnen werden kein Kundenkonto anlegen, um eine Konzertkarte zu kaufen. Sie werden es nicht tun, weil sie es nicht wollen, sich kein weiteres Passwort merken möchten oder mitten im Bestätigungs-E-Mail-Ablauf aufgeben.
Jeder Schritt zwischen „Link geklickt" und „bezahlt" kostet euch Verkäufe. Prüft deshalb konkret:
- Gastkauf ohne Registrierung. Käufer:innen geben Name, E-Mail, Zahlungsdaten ein. Fertig. Kein Konto, keine Passwortvergabe.
- Mehr als nur Kreditkarte. Ein großer Teil eures Publikums hat keine Kreditkarte oder benutzt sie ungern. SEPA-Lastschrift, Klarna, Apple Pay und Google Pay senken die Abbruchquote spürbar; bei Konzerten im Grenzgebiet oder mit Gästen aus dem Ausland helfen zusätzlich iDEAL, Bancontact, EPS, TWINT oder MobilePay. Bei cori schaltet ihr selbst frei, was an der Kasse erscheinen soll.
- Das Ticket kommt als PDF per E-Mail und lässt sich ausdrucken. Sehr viele Gäste wollen etwas Gedrucktes in der Hand halten, und ein ausgedruckter QR-Code funktioniert an der Tür genauso gut wie ein Handy-Display.
- Ein Weg zurück zum Ticket. Die E-Mail landet im Spam oder wird gelöscht — das passiert bei jedem zweiten Konzert. Gäste sollten sich ihre Tickets selbst noch einmal schicken lassen können, ohne bei euch anzurufen. Bei cori gibt es dafür „Meine Tickets finden": E-Mail-Adresse eingeben, Link kommt, 14 Tage gültig. Ihr könnt eine Bestellung außerdem mit einem Klick erneut versenden.
- Abholung an der Abendkasse als Zahlart-Alternative. Manche Gäste bezahlen gerne online, wollen aber trotzdem eine gedruckte Karte. Wenn eure Plattform „online bezahlen, am Schalter abholen" anbietet, bekommt ihr die Planungssicherheit des Vorverkaufs und die Haptik der Papierkarte. Die Liste der abzuholenden Tickets druckt ihr euch vorher aus.
- Jemand kauft für mehrere. Eine Großmutter kauft vier Karten für die ganze Familie. Der Shop muss vier Tickets in einer Bestellung und einer E-Mail liefern.
- Die Sprache des Gastes. Der cori-Ticketshop steht in elf Sprachen zur Verfügung, und Bestätigungsmail, Ticket-PDF und Rechnung folgen der Sprache, die der Käufer gewählt hat. Für Chöre mit internationalem Publikum oder Konzertreisen ist das der Unterschied zwischen „verstanden" und „nachgefragt".
Ein guter Test: Schickt den Link an ein Chormitglied über 70 und bittet es, ohne Hilfe eine Karte zu kaufen. Was dabei hakt, hakt bei eurem Publikum auch.
Einlass am Konzertabend: scannen, auch ohne Netz
Der Moment, in dem Ticketsysteme in einer Dorfkirche zusammenbrechen, ist nicht der Verkauf. Es ist der Einlass.
Dicke Mauern, kein Empfang, kein WLAN, und vor der Tür stehen 180 Menschen im Nieselregen. Ein Scanner, der für jeden Code den Server fragen muss, ist dort nutzlos. Was ihr braucht:
- Die Gästeliste liegt auf dem Handy. Vor dem Konzert wird sie einmal heruntergeladen und danach laufend aktualisiert, solange Empfang da ist. Fällt das Netz aus, wird trotzdem weiter geprüft. Bei cori speichert das Handy dabei nur Einweg-Fingerabdrücke der Codes, nie die Codes selbst — ein verlorenes Diensthandy taugt also nicht zum Fälschen von Tickets.
- Jeder Code genau einmal. Ein zweites Vorzeigen desselben Tickets fällt sofort auf. Offline gilt das für alle Scans auf demselben Gerät; sobald zwei Eingänge wieder online sind, gleichen sie sich ab und melden Konflikte, statt sie stillschweigend zu schlucken.
- Mehrere Eingänge, ohne Konten. Für den Haupteingang und die Seitentür bekommt ihr je einen Scanner-Link mit eigenem Namen, der zu einem festen Zeitpunkt abläuft. Wer scannt, braucht kein cori-Konto und installiert keine App aus dem Store — der Link öffnet den Scanner im Browser, und wer will, legt ihn als Symbol auf den Startbildschirm.
- Ein Papier-Backup. Exportiert die Einlassliste als CSV und druckt sie aus. Auch der beste Scanner nützt nichts, wenn das einzige Diensthandy in die Regentonne fällt.
Und noch ein Punkt, den man erst nach dem ersten Konzert schätzt: Eine Bestellung, die zurückerstattet oder rückbelastet wurde, wird an der Tür automatisch abgelehnt. Bei einer Papierliste hättet ihr das nie bemerkt.
Freikarten, Presse und Gutscheincodes
Zwei Funktionen, nach denen jeder Verein spätestens beim zweiten Konzert fragt.
Freikarten für Presse, Sponsoren und Ehrengäste. Ihr stellt sie im Veranstalterbereich aus: Empfänger eintragen, Plätze auf dem Sitzplan antippen, fertig. Es wird nichts abgerechnet und keine Rechnung erzeugt, aber die Tickets sind echt — jedes trägt einen Code, wird am Einlass gescannt und belegt einen Platz aus eurem Kontingent. Wenn ihr die Karten persönlich übergeben wollt, schaltet ihr den E-Mail-Versand einfach ab und druckt die PDFs. Das ist auch der saubere Weg für Barzahlungen an der Abendkasse: Geld nehmen, Freikarte ausstellen, Platz ist im System belegt.
Gutscheincodes. Prozentual oder als fester Betrag, mit optionalem Einlöselimit und Ablaufdatum. Nützlich für „Mitglieder werben Mitglieder", Kooperationen mit der Musikschule oder eine Frühbucher-Aktion. Zwei Dinge, die dabei zählen: Ein Code wird erst gezählt, wenn die Bestellung tatsächlich bezahlt ist — ein abgebrochener Kauf verbrennt keine Einlösung. Und den Rabatt trägt der Veranstalter: Die Gebühr von cori wird auf den ungerabatteten Preis berechnet und ändert sich nicht. Das ist ehrlicher, als es klingt, denn ihr könnt so vorher ausrechnen, was eine Aktion kostet.
GEMA: Was ihr für euer Chorkonzert anmelden müsst
Auch als gemeinnütziger Chor müsst ihr euer Konzert bei der GEMA melden, sobald ihr geschützte Werke aufführt. Das gilt unabhängig davon, ob ihr Eintritt nehmt.
Was ihr wissen solltet:
- Chorkonzerte laufen je nach Programm über unterschiedliche Tarife — vereinfacht gesagt gibt es einen Tarif für Unterhaltungsmusik und einen für überwiegend ernste Musik. Welcher für euch gilt und was er kostet, sagt euch der GEMA-Tarifrechner. Ratet hier nicht, und übernehmt keine Prozentzahl aus einem Blogartikel — auch nicht aus diesem.
- Mitglieder eines anerkannten Chorverbands bekommen 20 % Gesamtvertragsnachlass. Der Deutsche Chorverband hat das für seine Mitglieder ausgehandelt. Wenn ihr Mitglied seid, gebt das bei der Anmeldung an.
- Ihr müsst eine Musikfolge einreichen, also die Liste der aufgeführten Werke mit Komponist und Texter. Wer sie zu spät liefert, zahlt einen Aufschlag. Sammelt sie am besten schon während der Probenphase.
- Musik ist GEMA-frei, wenn alle Urheber seit mehr als 70 Jahren tot sind. Für einen Chor mit klassischem Repertoire ist das relevanter, als man denkt: Bach, Mozart, Mendelssohn und Brahms sind gemeinfrei. Achtung, das gilt für jeden Beteiligten — eine moderne Bearbeitung oder ein neuer Text machen ein altes Werk wieder meldepflichtig.
- Die GEMA rechnet auf Basis eurer Nettoeinnahmen. Vorverkaufs- und Systemgebühren gehören nicht zur Bemessungsgrundlage. Ein Ticketanbieter mit niedrigen Gebühren senkt also nicht eure GEMA-Kosten — aber ein Anbieter, der euch die Gebühren sauber ausweist, erspart euch die Diskussion darüber.
Die aktuellen Tarife und Fristen findet ihr direkt bei der GEMA für Chöre.
Umsatzsteuer und Zweckbetrieb: Was auf die Rechnung gehört
Hier verlassen wir das Gebiet, in dem ein Blogartikel verbindliche Auskunft geben kann. Nehmt das Folgende als Landkarte, nicht als Steuerberatung — und sprecht die Details mit eurem Steuerberater oder eurem Finanzamt durch.
Die Grundlinie: Eintrittsgelder für eigene Konzerte eines gemeinnützigen Vereins fallen in aller Regel in den Zweckbetrieb, weil das Konzert unmittelbar dem Satzungszweck dient. Für den Zweckbetrieb gilt der ermäßigte Umsatzsteuersatz statt des Regelsatzes. Unter bestimmten Voraussetzungen können kulturelle Veranstaltungen sogar ganz steuerbefreit sein.
Drei Punkte, an denen sich Vereine regelmäßig verrechnen:
- Der Sekt in der Pause ist etwas anderes als das Ticket. Getränke-, Kuchen- und Merchandise-Verkauf sind ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb und werden mit dem Regelsteuersatz behandelt. Zwei Einnahmearten, zwei Steuersätze, ein Abend.
- Ein Eintrittsgeld ist keine Spende. Wer eine Gegenleistung erhält — nämlich das Konzert —, spendet nicht. Eine Spendenquittung darf dafür nicht ausgestellt werden. Wenn ihr Spenden sammeln wollt, macht daraus eine getrennte, freiwillige Position.
- Die Kleinunternehmerregelung kann greifen, wenn euer Verein unter den gesetzlichen Umsatzgrenzen bleibt. Die Grenzen wurden zuletzt angehoben — prüft den aktuellen Stand, statt euch auf ältere Ratgeber zu verlassen.
Praktisch heißt das: Euer Ticketshop sollte Rechnungen mit fortlaufender Nummer ausstellen können, ausgestellt auf euren Verein, mit einem wählbaren Steuersatz. Das ist genau die Funktion, an der die meisten großen Ticketplattformen vorbeigehen: Sie stellen die Rechnung im eigenen Namen aus.
Bei cori Tickets ist der Verein der Verkäufer, und die Rechnung entsteht entsprechend:
- Ihr wählt pro Veranstaltung Regelsatz 19 %, ermäßigt 7 % oder befreit (gemeinnützig) — oder tragt einen eigenen Satz ein.
- Rechnungsnummern laufen lückenlos je Verkäufer, nicht je Veranstaltung. Eine Nummernfolge, die bei jedem Konzert wieder bei 1 anfängt, ist genau der Fehler, den § 14 UStG nicht verzeiht.
- Jede Rechnung ist ein eingefrorener Stand: Ändert ihr später den Vereinsnamen oder den Ticketpreis, bleibt eine bereits ausgestellte Rechnung unverändert.
- Für die Buchhaltung könnt ihr alle Rechnungen einer Veranstaltung als ein gesammeltes PDF herunterladen, dazu die Bestell- und Ticketlisten als CSV.
Rückgabe und Widerruf: Warum ihr AGB braucht
Eine Frage, die jeden Chor irgendwann erreicht: „Ich bin krank geworden, bekomme ich mein Geld zurück?"
Die juristische Antwort überrascht viele: Für Veranstaltungstickets gibt es kein gesetzliches Widerrufsrecht. § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB nimmt Freizeitveranstaltungen mit einem konkreten Termin ausdrücklich vom Fernabsatz-Widerrufsrecht aus. Der BGH hat bestätigt, dass das auch beim Kauf über einen Vermittler gilt (Zusammenfassung der IT-Recht Kanzlei). Die 14-Tage-Regel, die euer Publikum vom Online-Shopping kennt, greift hier nicht.
Daraus folgen drei Dinge:
- Jede Rückerstattung ist freiwillig und richtet sich nach dem, was ihr selbst zugesagt habt. Deshalb braucht ihr AGB, in denen steht, ob und bis wann ihr Karten zurücknehmt. Schreibt einen Satz hinein, den ihr auch einhalten wollt. Ein kulantes „Bis 7 Tage vor dem Konzert erstatten wir vollständig" schafft Vertrauen und ist leicht zu handhaben. In cori hinterlegt ihr diese Stornobedingungen einmal; sie erscheinen dann auf der Veranstaltungsseite und direkt über dem Bezahlbutton.
- Der Käufer muss vor der Zahlung sehen, bei wem er kauft. Name und Anschrift des Veranstalters gehören sichtbar auf die Seite, ebenso die Widerrufsbelehrung mit dem Hinweis, dass das 14-tägige Widerrufsrecht hier nicht gilt. Achtet darauf, dass eure Plattform das unterstützt — und dass die Zustimmung des Käufers dokumentiert wird.
- Fällt das Konzert aus, bekommen die Gäste ihr Geld zurück. Das ist keine Kulanz, sondern die Folge davon, dass ihr eure Leistung nicht erbringt. Achtet darauf, dass eure Plattform Rückerstattungen einfach macht — bei cori löst ihr sie pro Bestellung direkt im Veranstalterbereich aus, und das Geld geht aus eurem eigenen Guthaben zurück an den Gast.
Ein praktischer Tipp aus der Vereinswelt: Bietet statt Erstattung zuerst den Umtausch auf das nächste Konzert an. Viele Gäste nehmen das gerne, und das Geld bleibt im Verein.
cori Tickets: Ticketverkauf, der neben euren Proben sitzt
Wenn euer Chor bereits cori nutzt, stehen eure Konzerte schon in dem Kalender, den ihr für die Proben verwendet. cori Tickets macht aus einem dieser Termine einen fertigen Ticketshop. Kein zweites System, keine neue Anmeldung — ihr meldet euch mit dem cori-Konto an, das ihr ohnehin habt.
- Aus einem Termin ein Event machen. Konzert aus dem cori-Kalender übernehmen oder neu anlegen, Kategorien und Tarife festlegen — und bei bestuhltem Saal einen Sitzplan zeichnen, in 2D oder 3D.
- Den Ticketshop teilen. Ein Link an Sänger:innen, Familien und Fans. Käufer:innen wählen ihren Platz und zahlen in Sekunden, ohne Konto. Auf Wunsch erscheint eure Veranstaltung zusätzlich in der öffentlichen Übersicht auf tickets.cori.music.
- Automatisch ausgezahlt werden. Die Einnahmen gehen täglich auf euer Vereinskonto — schon während des Vorverkaufs. Kein Umweg über cori, kein Warten auf eine Sammelüberweisung nach dem Konzert. Tickets und Rechnung gehen automatisch per E-Mail raus.
- Am Konzertabend scannen. Der Scanner läuft im Browser, funktioniert ohne Netz und lässt jeden Code genau einmal durch. Einlassliste, Sitzplatz-Manifest und Abendkassen-Liste exportiert ihr als CSV.
Was sonst noch drinsteckt, ohne Aufpreis:
- Ticket-Designer: Eigenes PDF oder Bild als Hintergrund hochladen, Code und Felder frei platzieren — QR-Code, Code 128 oder EAN-13. Oder ihr nehmt das Standardlayout und seid in einer Minute fertig.
- Verkaufszeitraum: Konzert heute ankündigen, Vorverkauf zu einem festen Datum starten und automatisch schließen lassen.
- Team & Zugriff: Mehrere Vorstandsmitglieder verwalten dieselbe Veranstaltung.
- Namen pro Ticket, wenn ihr sie braucht — für Galas und Veranstaltungen nur für Mitglieder. Für normale Konzerte bleibt es aus.
- Bannerbild, Einlasszeit, Beschreibung und Zeitzone für eine Veranstaltungsseite, die nicht nach Formular aussieht.
- Verkäuferangaben, AGB-Link und Stornobedingungen an den Stellen, an denen das Gesetz sie verlangt.
Die Konditionen: 5 % + 0,50 € pro verkauftem Ticket, Zahlungsgebühr inklusive. Kein Abo, keine Einrichtungskosten, keine Mindestlaufzeit. Kostenlose Tickets kosten auch euch nichts. Und ihr entscheidet pro Kategorie, ob ihr die Gebühr tragt oder auf den Preis aufschlagt.
Damit liegen wir mitten im Feld der Anbieter aus der Tabelle oben — nur dass ihr die Zahl vorher kennt und sie nicht von der Zahlungsart eures Publikums abhängt. Der Unterschied liegt woanders: Euer Geld liegt von der ersten Karte an auf eurem eigenen Konto, die Rechnung läuft auf euren Verein, und der Sitzplan ist für einen Gemeindesaal gedacht, nicht für eine Arena.
Zeitplan: Von der Entscheidung bis zum Konzertabend
| Wann | Was |
|---|---|
| 10–12 Wochen vorher | Anbieter auswählen, Konto anlegen, Bankverbindung hinterlegen |
| 8–10 Wochen vorher | Sitzplan zeichnen, Kategorien und Tarife festlegen, Verkäuferangaben und Steuersatz eintragen |
| 8 Wochen vorher | Shop veröffentlichen und Link teilen — auch wenn das Programm noch nicht final ist |
| 6 Wochen vorher | GEMA-Anmeldung einreichen, Musikfolge sammeln |
| 4 Wochen vorher | Erste Erinnerung an Chormitglieder, Zwischenstand in der Probe zeigen |
| 2 Wochen vorher | Freikarten für Presse und Sponsoren ausstellen, Abendkassen-Kontingent zurückhalten |
| 2 Tage vorher | Scanner-Links erstellen, Scanner auf jedem Einlass-Handy einmal öffnen und synchronisieren |
| Am Konzerttag | Einlassliste als CSV ausdrucken, Bargeld für die Abendkasse bereitlegen |
| Nach dem Konzert | Musikfolge an die GEMA melden, Rechnungen als Sammel-PDF exportieren, Abrechnung machen |
Tipps, um mehr Karten zu verkaufen
- Öffnet den Shop, sobald der Termin steht. Auch wenn das Programm noch nicht final ist. Ein Konzert, das sechs Wochen lang buchbar ist, verkauft mehr als eines, das zwei Wochen lang buchbar ist.
- Macht eure Sänger:innen zu Botschaftern. Wenn 40 Mitglieder den Link an je fünf Menschen schicken, habt ihr 200 Kontakte erreicht — ohne einen Cent Werbung.
- Bietet drei Preisstufen an, nicht sieben. Erwachsene, ermäßigt, Kinder. Mehr Auswahl bringt keine zusätzlichen Verkäufe, nur zusätzliche Rückfragen.
- Nummerierte Plätze bei besonderen Konzerten. Wer sich einen guten Platz aussuchen darf, kauft früher und empfindet die Karte als wertvoller.
- Zeigt den Zwischenstand in der Probe. „Noch 30 Plätze" ist die wirksamste Aufforderung, die ihr eurem eigenen Chor geben könnt.
- Ein Bild schlägt eine Beschreibung. Ein Foto vom letzten Konzert auf der Veranstaltungsseite und im geteilten Link erhöht die Klickrate messbar.
- Nutzt die Kanäle, die ihr schon habt. Der Gemeindebrief, die Website der Kirche, das Schwarze Brett in der Musikschule und die lokale Tageszeitung erreichen genau das Publikum, das abends kommt.
Häufige Fragen
Was kostet der Ticketverkauf für ein Chorkonzert? Bei einem 15-€-Ticket liegen die meisten Anbieter inklusive Zahlungsgebühr zwischen etwa 0,85 € und 1,25 € pro verkaufter Karte; einzelne Plattformen verlangen bis zu 2,80 €. cori Tickets kostet 1,25 € — 5 % + 0,50 €, Zahlungsgebühr inklusive. Entscheidend beim Vergleich sind zwei Dinge: die Fixgebühr pro Ticket, die bei günstigen Karten die Rechnung dominiert, und ob die Zahlungsgebühr enthalten ist oder separat dazukommt.
Gibt es einen Ticketshop ohne monatliche Grundgebühr? Ja, mehrere. cori Tickets, pretix, Eventfrog, EVENTIM.Light und ditix arbeiten alle ohne Abo und rechnen pro verkauftem Ticket ab. Für einen Chor mit zwei bis vier Konzerten im Jahr ist das fast immer das richtige Modell.
Wann kommt das Geld aus dem Ticketverkauf beim Chor an? Das unterscheidet sich fundamental. Bei Eventfrog, EVENTIM.Light und Eventbrite erst nach dem Event. Bei cori Tickets und ditix laufend — bei cori mit täglicher Auszahlung auf euer Vereinskonto, also schon während des Vorverkaufs. Fragt jeden Anbieter explizit danach.
Brauchen Ticketkäufer ein Kundenkonto? Bei guten Anbietern nicht. Achtet auf „Gastkauf" oder „Checkout ohne Registrierung". Gerade bei älterem Publikum ist der Registrierungszwang der häufigste Grund für einen Kaufabbruch.
Wie verkaufe ich nummerierte Sitzplätze für ein Konzert in der Kirche? Ihr zeichnet den Raum einmal als Sitzplan nach — Reihen, Blöcke, Empore, Bühne — und weist jedem Platz eine Preiskategorie zu. Käufer:innen wählen ihren Platz dann direkt auf dem Plan. Wichtig sind unregelmäßige Reihen, frei zeichenbare Bereiche, Rollstuhlplätze und die Möglichkeit, Plätze hinter Säulen zu sperren.
Kann ein Platz zu mehreren Preisen verkauft werden? Bei cori ja: Die Sitzkategorie („Parkett") und der Tarif („Regulär", „Ermäßigt", „Kind") sind getrennt, also ist jeder Platz zu jedem Tarif buchbar. Bei Systemen, in denen die Ticketart gleichzeitig der Preis ist, müsst ihr die Plätze aufteilen — dann kann ein Schüler nicht neben seinen Eltern sitzen.
Wie kontrolliere ich Tickets am Einlass, wenn es kein Netz gibt? Mit einem Scanner, der die Gästeliste vorab auf das Handy lädt. Öffnet ihn einmal, solange Empfang da ist; danach prüft er Codes offline weiter und lädt die Check-ins nach, sobald wieder Verbindung besteht. Druckt zusätzlich die Einlassliste als CSV aus — als Backup.
Muss ein Chorkonzert bei der GEMA angemeldet werden? Ja, sobald geschützte Werke aufgeführt werden, unabhängig von Eintritt und Gemeinnützigkeit. Ausnahme: Sind alle Urheber der aufgeführten Werke seit über 70 Jahren verstorben, ist das Programm gemeinfrei. Den Tarif ermittelt ihr über den GEMA-Tarifrechner.
Welche Umsatzsteuer gilt für Eintrittsgelder eines gemeinnützigen Vereins? Eigene Konzerte fallen in der Regel in den Zweckbetrieb und damit unter den ermäßigten Steuersatz; teils greift eine vollständige Steuerbefreiung. Getränke- und Merchandise-Verkauf gehören dagegen zum wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Klärt die Einordnung mit eurem Steuerberater.
Können Besucher Konzerttickets zurückgeben oder widerrufen? Ein gesetzliches Widerrufsrecht gibt es für terminierte Freizeitveranstaltungen nicht (§ 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB). Rückgaben sind freiwillig und richten sich nach euren AGB. Fällt das Konzert aus, müsst ihr erstatten.
Wie stelle ich Freikarten für Presse und Sponsoren aus? Über den Veranstalterbereich. Die Karten sind vollwertige Tickets mit eigenem Code und belegen einen Platz, lösen aber keine Zahlung, keine Gebühr und keine Rechnung aus. Wenn ihr sie persönlich übergeben wollt, schaltet ihr den E-Mail-Versand ab und druckt die PDFs.
Lohnt sich ein Ticketshop für einen kleinen Chor? Ab etwa 100 verkauften Karten pro Konzert nahezu immer. Darunter entscheidet weniger die Gebühr als die Frage, wie viel Zeit eure Ehrenamtlichen mit Listen und Bargeld verbringen.
Funktioniert das auch für Orchester, Musikvereine oder Karnevalsvereine? Ja. cori Tickets ist aus der Chorwelt entstanden, aber ein Sitzplan, ein Gastkauf und eine ordentliche Rechnung sind für ein Blasorchester, einen Sportverein oder eine Prunksitzung dieselbe Aufgabe. Ein Chor muss man dafür nicht sein.
Das Fazit
Der Kartenverkauf sollte nicht der stressige Teil eures Konzerts sein. Die Auswahl eines Anbieters dauert einen Abend, das Einrichten des Shops eine Stunde, und danach läuft er von allein.
Stellt bei der Auswahl die vier Fragen, die sonst niemand stellt: Wann liegt unser Geld auf unserem Konto? Ist die Zahlungsgebühr im Preis enthalten? Auf wen läuft die Rechnung? Und kommt meine 78-jährige Tante ohne Hilfe durch den Kaufvorgang? Die Antworten darauf sind wichtiger als jeder Zehntel-Prozentpunkt in einer Gebührentabelle.
Wollt ihr sehen, wie das bei euch aussieht? Schaut euch cori Tickets an und richtet euren Ticketshop in wenigen Minuten ein. Daten in Frankfurt, Auszahlung auf euer Vereinskonto, Support auf Deutsch aus Karlsruhe. Wenn ihr beim ersten Sitzplan Hilfe braucht, schreibt uns einfach — wir zeichnen ihn gerne mit euch zusammen.
Und wenn ihr gerade dabei seid, euer ganzes Chorleben zu sortieren: Wie ihr Proben, Noten und Übungsaufnahmen an einer Stelle bündelt, steht im Vergleich der Chor-Apps 2026 und im Leitfaden zur Auswahl einer Chor-App.
Dieser Artikel ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Angaben zu Gebühren, Tarifen und Steuersätzen entsprechen dem Stand Juli 2026 und können sich ändern.Mach deinen Chor fit für die Zukunft
Damit ihr euch wieder auf das Wichtigste konzentrieren könnt: die Musik.
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