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Gehör, Rhythmus, Stimme

Die drei Zweige des Lernpfads im Vergleich: was jeder trainiert, in welcher Reihenfolge es weitergeht und wofür du ein Mikrofon brauchst.

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Sobald du „Erste Schritte“ hinter dir hast, öffnen sich drei Zweige auf einmal: Gehörbildung, Rhythmus und Stimme. Sie laufen nebeneinander her, jeder mit eigenen Einheiten, eigenem Fortschritt und eigener Reihenfolge. Diese Seite zeigt, was dich in jedem erwartet, damit du weißt, wo du anfangen willst.

Kein Zweig ist Voraussetzung für einen anderen

Du kannst alle drei parallel bearbeiten, einen ganz auslassen oder jederzeit wechseln. Nur innerhalb eines Zweigs geht es der Reihe nach. Ein Mikrofon brauchst du ausschließlich für Stimme. In Gehörbildung und Rhythmus musst du nie einen Ton singen. Für Gehörbildung brauchst du allerdings Ton: cori empfiehlt dort ausdrücklich „Kopfhörer an einem ruhigen Ort“.

Gehörbildung: „Trainiere dein Gehör mit Hörspielen“

Der feinstufigste Zweig: 12 Einheiten mit 37 Stationen. Jede Station spielt dir etwas vor, du wählst aus zwei bis vier Antworten. Du kannst dir jede Aufgabe beliebig oft erneut anhören, bevor du dich entscheidest.

Die Reihenfolge geht bewusst vom Groben zum Feinen:

#EinheitWas du lernst
1Erste KlängeGleich oder anders? Rauf oder runter? Welcher Ton ist höher?
2Schritte & SprüngeIntervalle vergleichen und benennen, von der auffälligen Oktave bis zum knappen Schritt-gegen-Sprung
3Spannung & RuheEndet eine Phrase abgeschlossen oder offen?
4Finde den GrundtonDen Ruheton einer Tonart heraushören, dann Grundton · Terz · Quinte
5Die Tonleiter-FamilieFünf Töne der Pentatonik benennen
6Alle siebenDie vollständige Durtonleiter
7ÜberallDieselben Stufen in jeder Tonart und über zwei Oktaven
8AkkordfarbenDur gegen Moll, gebrochene Akkorde, Spannung gegen Ruhe
9ExpertenohrMoll-Farben
10Groß oder klein?Kleine gegen große Sekunde und Terz, nur ein Halbton Unterschied
11Nach GehörEine Melodie hören und selbst nachtippen, dazu bekannte Melodien erraten
12Gehör-GymEndlos-Übung ohne Ende und ohne Test

Der rote Faden ist der Grundton: Erst hörst du nur Unterschiede, dann lernst du, Töne relativ zum Grundton zu benennen, genau die Fähigkeit, die im Chor beim Vomblattsingen hilft.

Rhythmus: „Tippe Rhythmen, ganz ohne Singen“

Der umfangreichste Zweig: 12 Einheiten mit 53 Stationen, aufgebaut wie eine Leiter. Jede Einheit bringt ein oder zwei neue Notenwerte dazu und übt sie in mehreren Spielarten durch:

  • Puls: tippe auf jeden Schlag mit und werde eins mit dem Takt
  • Echo: „Höre den Rhythmus und tippe ihn zurück“
  • Lesen: die Noten laufen auf eine Linie zu, du tippst jede, wenn sie ankommt
  • Erkennen: „Lies drei Takte. Tippe den, den du gehört hast.“
  • Diktat: den gehörten Rhythmus aus Notenwerten nachbauen
  • Blattlesen, keine Laufhilfe: nur die Noten und du

Die Reihenfolge: Viertel & Halbe → Tippe im Takt → Hören und nachtippen → Doppelt so schnell (Achtel) → Lang und kurz (der Galopp) → Schnelle Füße (Sechzehntel) → Neben dem Schlag (Synkopen) → Zu dritt (Triolen) → Rhythmus-Meisterschaft → Taktarten (3/4 und 2/4) → Zusammengesetzter Takt (6/8) → Rhythmus-Gym.

Erst kalibrieren, dann ärgern

Wenn deine Taps sich richtig anfühlen, aber trotzdem danebenliegen, liegt das fast immer an der Verzögerung deiner Audioausgabe, besonders bei Bluetooth-Kopfhörern. Der Zweig hat dafür ganz oben die Tipp-Kalibrierung: einmal etwa sieben Sekunden mittippen, und cori rechnet deinen persönlichen Versatz heraus. Siehe Stimmumfang und Rhythmus kalibrieren.

Stimme: „Stärke deine Singstimme“

Der kürzeste Zweig: 3 Einheiten mit 8 Stationen. Hier hört cori über das Mikrofon mit und vergleicht deine Tonhöhe laufend mit den Zielnoten. Alle Übungen werden automatisch in deinen gemessenen Stimmumfang transponiert, du singst also nie in einer Lage, die dir nicht liegt.

  1. Stabile Stimme: einen Ton halten, erst kurz, dann mittel, dann lang
  2. Finde den nächsten Ton: ein Schritt nach oben, dann do-re-do, dann do-re-mi-re-do
  3. Sing die Sprünge: Terz und Quintsprung
Dein Gesang bleibt auf deinem Gerät

Die Tonhöhenerkennung läuft vollständig lokal, im Browser beziehungsweise in der App. cori lädt bei diesen Übungen keine Aufnahme hoch und speichert keine. Ausgewertet wird nur, welche Tonhöhe gerade erklingt; was davon übrig bleibt, ist deine Punktzahl. Für Kinderchöre heißt das: Es verlässt kein Ton das Gerät.

Die beiden Endlos-Übungen

Am Ende von Gehörbildung und Rhythmus steht je eine Station ohne Ende: das Gehör-Gym („Benenne Töne in jeder Tonart und baue deine beste Serie aus. Höre auf, wann du willst.“) und das Rhythmus-Gym („Ein endloses Lese-Workout mit dem ganzen Rhythmus-Vokabular.“). Sie sind immer wieder spielbar, haben keinen Test und laufen, bis du auf „Fertig“ tippst. cori merkt sich dabei deine beste Serie.

Welchen Zweig zuerst?

  • Du singst im Chor und verlierst beim Einsatz den Ton? Gehörbildung. Dort lernst du, Töne im Verhältnis zum Grundton zu hören, statt sie zu raten.
  • Du kommst rhythmisch aus dem Tritt oder liest Noten unsicher? Rhythmus. Mit 53 Stationen der größte Zweig, dafür aber der mit den kleinsten Schritten von einer Station zur nächsten.
  • Du willst an Klang und Ausdauer arbeiten? Stimme. Nur acht Stationen, aber jede davon lohnt die Wiederholung, hier zählt weniger das Freischalten als das regelmäßige Singen.

Wenn du dich nicht entscheiden kannst: Ein paar Minuten Gehörbildung am Tag bringen im Chor am schnellsten spürbar etwas. Kopfhörer aufsetzen genügt, singen musst du dafür nicht.

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