Sitzplan zeichnen
Freie Platzwahl oder feste Sitzplätze: wie du in cori Tickets einen Sitzplan zeichnest, Plätze einer Kategorie zuordnest, und warum du ihn vor dem ersten Verkauf fertig haben musst.
Nur im Web
cori Tickets läuft im Browser unter tickets.cori.music. Es gibt dafür keine eigene App. Die cori-App verlinkt dorthin und öffnet den Shop im Browser.
Solange du keinen Sitzplan zeichnest, verkauft cori Tickets deine Veranstaltung mit freier Platzwahl: Der Käufer kauft eine Anzahl Karten, die Plätze im Saal sind nicht nummeriert. Zeichnest du einen Sitzplan, wird daraus eine Sitzplatzreservierung. Jeder Käufer sucht sich im Shop einen konkreten Platz aus und findet Reihe und Nummer später auf seinem Ticket.
Den Sitzplan bearbeitet, wer die Veranstaltung verwalten darf. Du brauchst dafür mindestens eine Ticketkategorie. Ohne sie zeigt cori nur den Hinweis „Füge mindestens eine Ticketkategorie hinzu, bevor du einen Sitzplan zeichnest.“ Und das Wichtigste: Zeichne den Plan fertig, bevor das erste Ticket verkauft ist. Danach lässt er sich nicht mehr ändern.
Freie Platzwahl oder Sitzplan?
Es gibt keinen Schalter, mit dem du zwischen beidem umstellst. Der Modus ergibt sich daraus, ob ein Sitzplan gespeichert ist:
- Kein Sitzplan → „Freie Platzwahl“. Wie viele Karten es gibt, steuerst du über das Kontingent der Ticketkategorien.
- Gespeicherter Sitzplan → „Sitzplatzreservierung“. Sobald du zum ersten Mal speicherst, stellt cori die Veranstaltung um. Ab dann ist der Plan die Kapazität: Wie viele Plätze du gezeichnet hast, so viele Tickets gibt es, das Kontingent der Kategorien spielt keine Rolle mehr.
Welcher Modus gerade gilt, siehst du als kleine Markierung neben dem Veranstaltungstitel und in der Liste im Dashboard.
cori Tickets bietet keine Möglichkeit, einen gespeicherten Sitzplan wieder zu löschen und zur freien Platzwahl zurückzukehren. Probier den Editor deshalb lieber an einer Testveranstaltung aus als an der echten.
Den Editor öffnen
Öffne im Dashboard die Veranstaltung und wechsle links zu Kategorien & Sitzplätze.
Oben stehen die Ticketkategorien. Lege hier alles an, was du später auf dem Plan brauchst. Jede Kategorie hat eine eigene Farbe, und diese Farbe ist auf dem Plan die Preiskategorie eines Platzes.
Darunter öffnet sich der Editor mit einer leeren Leinwand. Über Was ist was? in der Werkzeugleiste blendest du eine Kurzanleitung direkt im Editor ein.
Was du zeichnen kannst
Der Editor kennt vier Sorten von Objekten, und sie bedeuten für den Verkauf sehr Unterschiedliches:
- Sitzplätze: das Einzige, was verkauft wird. Du setzt sie als „Einzelner Sitzplatz“, als „Sitzreihe“ (ziehen) oder als „Sitzblock (Reihen × Sitzplätze)“.
- Bereiche: gestrichelte, betretbare Flächen wie eine Tribüne oder ein Rang. Sie fassen Sitzplätze zusammen und geben ihnen einen Namen; verkauft wird ein Bereich selbst nie. Mit „Bereich mit Sitzplätzen füllen“ füllst du eine solche Fläche in einem Klick.
- Formen: massive Dekoration wie die Bühne. Reine Orientierung, nie im Verkauf.
- Text & Symbole: Beschriftungen und Markierungen für Eingang, Ausgang, Toiletten oder Bar.
Zeichne die Bühne als Form und die Blöcke als Bereiche, bevor du Sitzplätze setzt. Dann kannst du jede Fläche mit „Bereich mit Sitzplätzen füllen“ bestücken, statt Reihen einzeln nachzuziehen. Das Einrasten an Objekten und am Raster hilft beim Ausrichten. Die Einstellungen dazu findest du in der Werkzeugleiste.
Plätze einer Kategorie zuordnen
Die Farbe eines Sitzplatzes ist seine Preiskategorie. Es gibt zwei Wege, sie zu setzen:
Im Panel Kategorien legst du fest, in welcher Kategorie neu gezeichnete Plätze entstehen. Mit den Tasten 1–9 wechselst du zwischen den ersten neun Kategorien, ohne das Panel zu öffnen.
Wähle einen Block aus und stelle unter Preiskategorie eine andere Kategorie ein. Das geht jederzeit, solange noch nichts verkauft ist.
Doppelklicke einen Block, um eine seiner Reihen auszuwählen, und doppelklicke erneut für einen einzelnen Sitzplatz. Auf jeder Ebene kannst du die Preiskategorie ändern. So wird die vorderste Reihe eines Blocks zur teureren Kategorie, ohne dass du sie getrennt zeichnen musst.
Findet der Editor Sitzplätze ohne Preiskategorie, warnt er dich unten im Kategorien-Panel: sie „haben keine Kategorie und werden nicht verkauft“. Für Käufer sind solche Plätze im Shop schlicht nicht da. Wähle den Block aus und setze eine Preiskategorie, bevor du veröffentlichst.
Barrierefreiheit und Sicht markieren
Unabhängig von der Preiskategorie kannst du jeden Platz (einzeln oder eine ganze Reihe auf einmal) unter Sitzplatzart markieren als:
- Rollstuhlplatz: Platz für eine Rollstuhlfahrerin oder einen Rollstuhlfahrer
- Begleitsitz: Sitzplatz für eine Begleitperson neben einem Rollstuhlplatz
- Eingeschränkte Sicht: von diesem Platz ist die Bühne teilweise verdeckt
Diese Markierung ist keine Preisfrage: Ein Rollstuhlplatz kann in jeder Kategorie liegen. Käufer sehen den Hinweis im Shop, wenn sie den Platz antippen.
Nummerierung, Abstände, Krümmung
Für einen ausgewählten Sitzblock stellst du ein, wie er beschriftet und geformt wird:
- Reihennummerierung alphabetisch (A, B, C…) oder numerisch (1, 2, 3…), dazu „Reihenstart“ und „Reihenfolge der Reihen umkehren“
- Sitzplatznummerierung analog, mit „Sitzplatzstart“ und Umkehren
- Abstand zwischen Reihen und Abstand zwischen Sitzplätzen
- Reihenkrümmung für gebogene Reihen im Halbrund
Genau diese Reihen- und Platzbezeichnung landet später auf dem Ticket und in der Einlassliste. Stell sie also so ein, wie sie im Saal tatsächlich angeschrieben ist.
Mehrere Ebenen
Über das Panel Ebenen legst du weitere Ebenen an, blendest sie aus oder sperrst sie, praktisch für Parkett und Rang. Hat dein Plan mehrere Ebenen, erscheint in der Vorschau zusätzlich die Einstellung Käuferansicht mit den Optionen 3D-Ansicht und 2D-Ansicht. Anders als der Vorschau-Zoom ist das eine echte Einstellung: Sie wird gespeichert und bestimmt, wie Käufer den Plan im Shop sehen. Voreingestellt ist 3D.
Speichern und Vorschau
Der Editor speichert automatisch etwa jede Minute, sobald sich etwas geändert hat; zusätzlich gibt es oben rechts den Button Speichern. Steht dort „Gespeichert“, ist der aktuelle Stand beim Server angekommen.
Mit Sitzplan-Vorschau öffnest du genau die Ansicht, die Käufer im Shop bekommen: schwenken, kippen, einen Bereich öffnen. Der Button ist ausgegraut, bis ein Plan gespeichert ist („Zeichne und speichere zuerst einen Sitzplan“).
Was sich nach dem ersten Verkauf noch ändern lässt
Kurz: nichts am Plan selbst. cori Tickets speichert einen Sitzplan immer als Ganzes. Jedes Speichern ersetzt den kompletten alten Plan. Sobald auch nur ein Platz verkauft ist, lehnt der Server das ab, damit kein bezahltes Ticket auf einen Platz zeigt, den es nicht mehr gibt.
Damit du das nicht erst beim Speichern merkst, schaltet sich der Editor ab dem ersten verkauften Ticket in einen Nur-Lese-Modus: Du kannst den Plan noch ansehen und prüfen, aber nicht mehr bearbeiten. Ein Hinweis oben im Editor sagt dir, warum. Sollte ein Speichern doch einmal abgelehnt werden, bekommst du eine deutliche Fehlermeldung. Der Editor schluckt sie nicht mehr still.
Was du weiterhin tun kannst:
- Preise ändern. Die Preise hängen an der Ticketkategorie, nicht am Plan. Ein bereits verkauftes Ticket behält seinen Preis.
- Einzelne Plätze aus dem Verkauf nehmen: nicht durch Löschen im Plan, sondern indem du sie über eine Freikarte auf dich selbst buchst. Der Platz gilt dann als vergeben.
- Belegung ansehen. Unter Bestellungen & Tickets zeigt „Sitzplan — belegte Plätze“ den Saal mit verkauft / reserviert / frei.
Muss ein Plan trotz allem noch grundlegend geändert werden, führt der Weg über das Erstatten aller betroffenen Bestellungen. Sobald kein Platz mehr verkauft ist, gibt der Editor den Plan wieder frei. Das ist ein harter Eingriff: Deine Käufer verlieren ihre Plätze und müssen neu kaufen. Wie du erstattest, steht in Erstattungen und Freikarten.
Und weiter?
- Farben und Preise der Plätze: Ticketkategorien und Preise
- Wenn der Plan steht: Veranstaltung veröffentlichen und teilen
- Belegung und Bestellungen: Bestellungen im Blick behalten
- Plätze freiräumen oder verschenken: Erstattungen und Freikarten
- So sieht es der Käufer: Tickets kaufen
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