Gebühren und Steuern
Coris Gebühr pro verkauftem Ticket, ob du sie übernimmst oder weitergibst, was der Käufer am Ende zahlt, und welche Steuerangaben du in cori Tickets machst.
Nur im Web
cori Tickets läuft im Browser unter tickets.cori.music. Es gibt dafür keine eigene App. Die cori-App verlinkt dorthin und öffnet den Shop im Browser.
cori berechnet kein Abo und keine Einrichtungsgebühr, sondern eine Gebühr pro verkauftem Ticket. Wer sie trägt, entscheidest du. Dieser Artikel zeigt, wie sie gerechnet wird, was am Ende auf deinem Konto landet, welche Zahl der Käufer sieht und welche Steuerangaben cori Tickets von dir braucht.
5 % des Ticketpreises + 0,50 € pro verkauftem Ticket. Das ist der Gesamtpreis: Stripes Zahlungsgebühr wird davon bezahlt, nicht zusätzlich. Freikarten und Bestellungen über 0 € kosten nichts.
Wie die Gebühr gerechnet wird
Die Gebühr fällt pro Ticket an und bemisst sich am Ticketpreis, nicht an der Bestellung. Bei einem Ticket für 20 € sind das 1,50 € (5 % = 1,00 € plus 0,50 €).
Sie ist eine All-in-Gebühr: Stripe stellt seine Zahlungsgebühr direkt dir in Rechnung, und cori nimmt entsprechend weniger, damit beide Abzüge zusammen genau auf die versprochenen 5 % + 0,50 € kommen. Für dich heißt das: Du kannst mit einer Zahl rechnen, egal wie der Käufer bezahlt hat.
Zum Zeitpunkt der Kasse steht noch nicht fest, womit der Käufer zahlt. cori rechnet deshalb zunächst mit einer bewusst niedrig angesetzten Schätzung für Stripes Anteil und korrigiert sie, sobald die Zahlung abgerechnet ist. Deine Gesamtbelastung ändert sich dadurch nicht, nur die Aufteilung zwischen cori und Stripe.
Hast du mit cori einen abweichenden Satz vereinbart, steht er unter Auszahlungen: „Dein vereinbarter Satz: <Satz> pro verkauftem Ticket statt des cori-Standardsatzes.“ Ist die Gebühr ganz erlassen, weist cori ausdrücklich darauf hin, dass Stripes Zahlungsgebühr trotzdem von deiner Auszahlung abgeht, die berechnet Stripe direkt.
Übernehmen oder weitergeben
Unter Auszahlungen steht die Frage „Wer zahlt die cori-Gebühr?“ mit genau zwei Antworten:
| Käufer zahlt | Du erhältst | |
|---|---|---|
| „Ich übernehme sie — Käufer zahlen den Ticketpreis“ (Voreinstellung) | 20,00 € | 18,50 € |
| „Käufer zahlen sie — an der Kasse obendrauf“ | 21,50 € | 20,00 € |
Beispiel für ein Ticket mit 20 € Preis. cori beschreibt es genauso: „Ein 20-€-Ticket kostet den Käufer 20 €; die Gebühr von cori wird von deiner Auszahlung abgezogen.“ beziehungsweise „Ein 20-€-Ticket kostet den Käufer 21,50 €; du erhältst die vollen 20 €.“
Die Einstellung „Gilt für alle deine Veranstaltungen“, genauer: für alles, was unter dieser Verkaufsidentität verkauft wird. Eine einzelne Kategorie kann sie überschreiben: Im Kategorie-Dialog unter „Weitere Optionen“ steht „Wer zahlt coris Gebühr“ mit den Optionen „Meine Voreinstellung verwenden“, „Ich übernehme sie“ und „Käufer zahlt sie“. So kannst du etwa beim regulären Ticket weitergeben und beim ermäßigten übernehmen.
Beim Anlegen oder Bearbeiten einer Kategorie steht oben groß, was der Käufer zahlt, und darunter „Käufer zahlt · du erhältst <Betrag>“. Diese zweite Zahl ist der Betrag nach Abzug beider Gebühren und wird mit derselben Rechnung ermittelt, die später auch die Zahlung ausführt. Wenn du wissen willst, was ein Preis wirklich einbringt: hier steht es.
Was der Käufer sieht
Bei „Ich übernehme sie“ steht am Ticket schlicht der Preis, den du eingetragen hast. Bei „Käufer zahlt sie“ steht dort bereits der erhöhte Betrag. Die Gebühr wird also nicht am Ende draufgeschlagen, sondern ist von der ersten Anzeige an im Preis enthalten. Im Warenkorb erscheinen nur „Zwischensumme“, gegebenenfalls „Rabatt“ und „Gesamt“, dazu der Satz „Inklusive <Satz> % MwSt. und aller Servicegebühren.“
Auf der Rechnung wird es getrennt ausgewiesen: Gibst du die Gebühr weiter, erscheint dort eine eigene Position „Vorverkaufsgebühr“.
Wer Vertragspartner des Käufers ist
Du. Nicht cori. Das ist keine Formulierung, sondern die Konstruktion des ganzen Systems: Die Zahlungen laufen direkt auf dein Stripe-Konto, du bist Verkäufer, und der Kaufvertrag kommt zwischen dir und dem Käufer zustande.
Deshalb steht auf der Veranstaltungsseite ein Kasten „Veranstalter“ mit deinem rechtlichen Namen, deiner Adresse und, falls hinterlegt, USt-IdNr., Kontakt-E-Mail, Telefon, deinen AGB und deinen Rückerstattungsbedingungen. Darunter: „Du kaufst beim oben genannten Veranstalter. cori Tickets stellt den Shop bereit und wickelt die Zahlung in dessen Auftrag ab.“
Genau deshalb lässt sich eine Veranstaltung nicht veröffentlichen, solange rechtlicher Name und Adresse fehlen. Der Bereich Steuer & Recht sagt es direkt: „Du bist der Verkäufer: Käufer schließen den Vertrag mit dir, nicht mit cori.“ Fehlt etwas, warnt cori: „Füge unten deinen rechtlichen Namen und deine Adresse hinzu. Bis dahin können Käufer nicht sehen, bei wem sie kaufen.“
An der Kasse zeigt cori zusätzlich die Widerrufsbelehrung für Veranstaltungstickets und, wenn du welche hinterlegt hast, deine Rückerstattungs- und Stornobedingungen direkt über dem Bezahlbutton.
Die Steuerangaben in cori Tickets
Unter Steuer & Recht füllst du drei Blöcke aus:
Ein Auswahlfeld „USt.-Modus“ mit den Einträgen „Regelsatz 19%“, „Ermäßigt 7%“ und „Befreit (gemeinnützig)“, dazu ein optionales Feld „USt.-Satz überschreiben“ für einen eigenen Prozentsatz. Bleibt es leer, gilt der Satz aus dem Modus.
Wichtig für die Preisgestaltung: Ticketpreise enthalten immer die USt. Der Betrag, den du bei einer Kategorie einträgst, ist der Bruttopreis; cori rechnet die Steuer daraus heraus und weist sie auf der Rechnung aus.
„Rechtlicher Name“, „Adresse“ und optional „USt-IdNr.“. Sie werden aus deiner Verkaufsidentität vorbelegt und lassen sich pro Veranstaltung anpassen. Sie stehen auf der Käuferrechnung und auf der öffentlichen Veranstaltungsseite.
Kontakt-E-Mail („Wo Käufer dich wegen ihrer Tickets erreichen.“), Telefon, ein Link auf deine eigenen AGB und ein Freitextfeld für Rückerstattungs- und Stornobedingungen. Zu den AGB merkt cori an: „Die AGB von cori gelten immer; verlinke hier deine eigenen AGB, falls vorhanden.“
Aus diesen Angaben erzeugt cori die Käuferrechnung in deinem Namen, mit einer lückenlosen Nummernfolge je Verkaufsidentität. Gibst du die Gebühr an den Käufer weiter, wird sie als „Vorverkaufsgebühr“ mit dem Steuersatz deiner Veranstaltung ausgewiesen. Die Gebühren, die cori eingenommen hat, rechnet cori dir gegenüber separat ab.
cori berät nicht steuerlich und prüft deine Auswahl nicht. Welcher Satz für deine Veranstaltung richtig ist, ob du überhaupt umsatzsteuerpflichtig bist und was du wo anmelden musst, entscheidest du, und trägst es auch. Genau so steht es in der cori Tickets Veranstaltervereinbarung, die du beim Anlegen deiner Verkaufsidentität akzeptiert hast. Im Zweifel: Steuerberatung, nicht Support.
Und weiter?
- Preise und Kategorien anlegen: Ticketkategorien und Preise
- Wie ein Rabatt auf Gebühr und Auszahlung wirkt: Rabattcodes
- Wo das Geld landet und wann: Auszahlungen einrichten
- Der Überblick: Was ist cori Tickets?
Brauchst du noch Hilfe?
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